Ist Ad Libitum Ernährung wirklich der Heilsbringer?

 

These: Ad Libitum Ernährung ist der Schlüssel zur Wahrheit.

 

Dieses Thema ist wahrlich nicht neu. Vor ca. 5 Jahren ist es bereits einmal schon sehr massiv durch einige Nagerforen, insbesondere bei den Kaninchen, gegangen. Damals haben sich viele Kaninchenhalter dieser Ernährungsweise angeschlossen. Inzwischen sind, das muss man auch mal klar sagen, übrigens schon einige Halter von dieser Ernährungsform aufgrund der damit gemachten Erfahrungen wieder abgekommen!

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass auch die damaligen Vertreter genauso aggressiv und bestimmend vorgegangen sind, wie es jetzt so manche Vertreter bei der ad Libitum Ernährung bei Meerschweinchen tun. Da werden langjährige erfahrene Meerschweinchenhalter als „Futter-Listengläubige“ beschimpft, die alles nur nachbeten und sich keine eigenen Gedanken machen. Wer besonders laut brüllt, hat nicht automatisch recht. Auch wenn manche das anscheinend glauben mögen.

 

Behauptet wird, dass ad Libitum eine artgerechte Ernährung darstelle und daher gut für die Gesundheit der Tiere wäre und viele Gesundheitsprobleme löse. Was ich zu dieser Argumentation anmerken möchte, findet ihr schon hier.

 

Vorweg: was bedeutet „Ad Libitum“: Die Worte ad libitum (abgekürzt ad Lib.) entstammen dem Lateinischen und bedeuten „nach Gutdünken, nach Belieben“.

 

Aufgekommen ist diese Ernährungsform übrigens – nach der Natur natürlich -  in der Landwirtschaft, was eigentlich zur ersten Skepsis führen sollte, denn dort ging es wiederum nicht um ein maximales Lebensalter für die Tiere, sondern um das Erreichen von schneller Gewichtszunahme.

 

Bei der Ernährung für unsere Lieblinge steht sie für „nicht portioniert“ oder besser „nicht limitiert“, „nicht rationiert“. Die Tiere bekommen also aus einer Auswahl von verschiedenen Fütterungsmittel gleichzeitig und in großen Mengen Futter angeboten, aus dem die Tiere selektieren und sich das auswählen können, was sie momentan an Futter und Nährstoffen brauchen.

 

Die empfohlene Fütterungsmethodik ist verschieden. Bei manchen Seiten ist sie meines Erachtens auch sehr vernünftig beschrieben. Hier werden in großen Mengen gleichzeitig Heu, Wiesengrün, Grünfutter (= Möhrengrün, Kohlrabiblätter, Maispflanzen, Radieschenblätter, Erdbeerblätter, Küchenkräuter, etc). Gemüse (in Form von Blattgemüse, also Salat und Kohlblätter), Zweige und Blätter sowie Kerne und Sämereien angeboten, aus denen die Tiere wählen können.

 

Definitiv fragwürdig sind für mich aber Fütterungsvorschläge mit

a)   Gemüse (egal welches) ad Lib. (vor allem im Winter mangels Wiese)

b)   Wiesengrün ohne jegliches Gemüse und – noch schlimmer – auch ohne Heu. Dafür könne Grünfutter wie oben in der Klammer beschrieben (Möhrengrün etc.) unbedenklich gegeben werden. Heu sei sogar schädlich, nährstoffarm, calciumreich und führe 100%ig zu Blasensteinen, während das oben aufgezählte Grünfutter ja so viel Wasser enthalte, dass der hohe Calciumgehalt, den alle diese Futtermittel haben, nichts ausmache, da ja alles wieder durch das Wasser ausgespült werde… Bei Gemüse wird insbesondere das Wurzelgemüse verteufelt, das mit seinen Kohlenhydraten absolut schädlich für die Verdauung sei. Meine Ansicht zum Thema „Heu ist verzichtbar“ findet ihrhier und „frische Kräuter können unbedenklich gegeben werden“ findet ihr hier. Das Thema Wurzelgemüse insbesondere im Zusammenhang mit den Vorfahren unserer Hausmeerschweinchen könnte euch besonders interessieren und das findet ihr hier. Die Verweise habe ich gewählt, um die Länge dieses Beitrags nicht zu sehr aufzublähen, er wird eh schon lange genug ;-).

 

Zum Thema ad lib. im Gegensatz zur rationierten Futtergabe möchte ich nun im Speziellen folgendes anmerken:

 

Die ad. Lib. Fütterung beruht auf der Annahme, dass die Tiere aus dem angebotenen Futter selektieren können, dass sie sich nicht überfressen, sondern sogar das Futter stehen lassen und nur ausgewählt das fressen, was sie gerade brauchen, es kommt damit auch zu keinerlei Übergewicht. Wenn sie satt sind, lassen sie das Futter stehen. Diese Annahme ist – wird sie generalisiert- schlichtweg falsch.

 

Der erste Denkfehler besteht einfach darin, dass die Hausmeerschweinchen nicht mehr über die gleichen Instinkte wie die Wildmeerschweinchen verfügen. Durch die Domestizierung sind ihre Selektionsfähigkeiten einfach schon eingeschränkt. Alle Hausmeerschweinchen können auch nicht mehr – wie oftmals behauptet – wie ihre wilden Verwandten zwischen giftigen und ungiftigen Pflanzen unterscheiden. Ich selbst kenne einen Fall, wo ein Meerschweinchen an dem Genuss von Blättern eines Weihnachtssterns - verstorben ist. Im Gehege hätte es übrigens auch Tannenzweige gehabt und Grünfutter war ausreichend vorhanden. Im Kaninchenbereich sind schon einige Kaninchen am Benagen von Eibenzweigen verstorben. Wenn ihr überlegt, wird ja auch immer empfohlen, gewisse Bepflanzungen im Innen- oder Außengehege nicht zu wählen (z.B. eben Eibe, Weihnachtsstern etc). Warum wären diese Empfehlungen notwendig, wenn die Tiere doch immer wüssten, was gut für sie ist? Natürlich bestreite ich keinesfalls, dass dieser Instinkt noch bei manchen Tieren intakt ist. Aber was habe ich davon, wenn ausgerechnet eines meiner Tiere ihn nicht mehr so gut ausgeprägt hat?? Soll man es auf einen Versuch ankommen lassen?

 

Auch wird die Entscheidungsfähigkeit der Tiere zwischen hochwertigem und minderwertigem Futter überschätzt. Es wird IMMER in einer Gruppe einzelne Individuen geben, die alles in sich hinein schaufeln, was sie finden, egal, ob sie es gerade „benötigen“ oder nicht. Selbst wenn sie schon längere Zeit die ad. Lib. Fütterung gewohnt sind. Gegenteilige Behauptungen sind einfach falsch. Das kann ich aus meiner eigenen Erfahrung mehrfach bestätigen. Es gibt Meeris, die fressen bis zum Umfallen. Selbst wenn der volle Bauch schon so angewachsen ist, dass bereits die Augen aus den Augenhöhlen quellen, weil sich kein Platz mehr findet - sie fressen weiter. Auch hier bestreite ich nicht, dass dies selbstverständlich nicht alle Meeris betrifft. Aber – wie oben – was, wenn nunmal justament in meiner Gruppe ein solches sitzt?

 

Der zweite Denkfehler liegt darin, dass der ad. Lib. Hype teilweise von anderen Nagerarten auf die Meerschweinchen übergeschwappt ist. So werden z.B. Empfehlungen bei den Kaninchen 1:1 auf die Meerschweinchen übertragen, ohne zu bedenken, dass die Wildmeerschweinchen nicht nur in den üppigen Gegenden Südamerikas leben, sondern genauso Bewohner von Steppen und den Anden in großer Höhe, die sich dann teilweise äußerst karg gestalten können, sind. Näheres dazu findet ihr auch HIER. Sehr viele Selektionsmöglichkeiten gibt es da nicht, insbesondere nicht zwischen den Nahrungsquellen, die heute als „Muss“ für die ad. Lib Ernährung bei Meeris propagiert werden. Sterben die Wildmeerschweinchen dann alle an Nährstoffmangel?? Nein - die Wildmeerschweinchen sind bestens an eine bescheidene Nährstoffversorgung angepasst. Sie kompensieren diese damit, dass sie einerseits größere Mengen der wenig vorhandenen  und nicht so nährhaften Nahrungsquellen vertilgen und andererseits durch eine effizientere Verdauung, die ermöglicht, dass nährstoffarme Partikel auch wieder schneller ausgeschieden werden. Wildmeerschweinchen sind also an die Aufnahme von größeren Mengen nährstoffarmer Mengen gewöhnt. Das (nährstoffarme) Heu lässt grüßen – ist es also wirklich so „artenfremd“ größere Mengen davon zu füttern?

 

Gegner dieser Behauptung, die Wildmeerschweinchen gerne nur in immergrüne üppige Grünlandschaften dichten, sollten sich vielleicht einmal wieder richtig informieren….Abgesehen davon: das Gras in den Anden ist nicht mit dem in unseren Breitengraden vergleichbar. Es ist wesentlich fester und trockener. Womit wir wieder beim Thema Heu wären.... Falls es auch interessiert, gibt es HIER dazu ein bißchen mehr zu lesen.

 

Es wird also übersehen, dass eine Nährstoffüberversorgung, die durch üppige artenreiche Wiesen- Grünfutter und Kräuterfütterung entsteht, definitiv zu Übergewicht, Leberproblemen und Verdauungsstörungen führen kann. Genau diese Probleme sind übrigens bereits bei jenen Haltern, die von ad. Lib. zur rationierten Ernährung zurückgekehrt sind, auch tatsächlich aufgetreten. Das ist nämlich die nächste Problematik, die immer wieder falsch gesehen wird: Wiese ist definitiv keine „karge“ Kost – im Gegenteil sie ist sehr nährstoffreich. Wiesengras beinhaltet neben Calcium, Magnesium, Schwefel, Phosphor und Eisen eine große Menge an Kohlenhydraten und – je nach Jahreszeit - auch einen wirklich beachtlich hohen Proteinanteil. Alles schöne Dickmacher.

 

Meerschweinchen sind übrigens auch nicht auf konstant verfügbare Futterquellen spezialisiert, so wie es dann bei der ad. Lib. Ernährung propagiert wird – im Gegenteil, es gibt in der Natur – je nach Gegend - für Wildmeerschweinchen teilweise starke Schwankungen. Insbesondere wirklich energiereichere Nahrung wie Samen sind definitiv nicht das ganze Jahr hindurch vorhanden. Die Reife von Samen fällt zumeist auf Herbst und Sommer, auch produzieren nicht alle Pflanzen jedes Jahr Samen, sondern mit größeren zeitlichen Abständen.

 

Fazit: Meerschweinchen müssen nicht mit Nährstoffen überversorgt werden! Sie werden es ja in der Natur auch nicht!

 

Was von den Predigern der ad. Lib. Fütterung als „einzig Wahres“ weiters gerne unerwähnt bleibt:

 

a)   Ehrliche Praktizierende der ad. Lib Fütterung haben schon zugegeben: die Wiesenfütterung ist nicht immer unbedenklich. Parasiten wie Kokzidien oder Wurmbefall sind keine Ausnahmen (aber auch keine Regel natürlich).

b)   Eine Gewichtszunahme bei der ad. Lib Fütterung ist nicht selten, teilweise gibt’s dazu einige erschreckende Bilder

c)   Die „Selektion“ der Tiere fällt zumeist trotzdem so aus, dass die besonderen Leckereien zuerst gefressen werden.

d)   Je früher die Tiere ad. Lib. kennenlernen, desto besser. Tiere, die schon jahrelang rationiert gefüttert wurden, können nicht einfach auf ad. Lib. umgestellt werden, da ihnen definitiv die Selektionsgabe fehlt.

e) Bleibt das Futter aufgrund der großen Futtermengen zu lange liegen, so kommen hygienische Komponenten ins Spiel. Zum einen durch die Bildung von Mikroorganismen, die zur Gärung des Futters führen können, zum anderen durch Vorratsschädlinge wie Milben, Motten, Käfer. Dies alles kann selbstverständlich negative Auswirkungen auf die Verdauung der Tiere haben.

 

Eine korrekte Ad. Lib. Fütterung würde nach Ansicht der Vertreter tatsächlich so ausschauen, dass man Wiesen regelrecht abgrasen muss, um eine möglichst vielfältige Wiesengrünfütterung mit ausreichender Versorgung zu sichern. Denn unberührte Wiesen sind wichtig für die ad Lib. Fütterung. „Nur Gras“ in Mengen entspricht aufgrund Einseitigkeit keiner korrekten, artgerechten Ernährung. Kultivierte Wiesen, also Wiesen, auf denen bereits Mais, Getreide, Weizen etc angebaut wurden, scheiden – da überdüngt – bereits aus. Man braucht Naturwiesen.

 

Nur…Mono-Gras-Wiesen sind einfach keine Seltenheit, Naturwiesen sind nicht mehr so leicht zu finden. Vielen Haltern stehen überhaupt Wiesen aufgrund ihrer Wohnsituation einfach nicht zur Verfügung. Für solche Halter stellt die Heufütterung als getrocknetes Gras nun mal trotzdem die beste Alternative dar, denn Heu ist nicht so schlecht, wie gerade verpöhnt. Das seht ihr HIER. Ad Lib. Fanatiker hingegen greifen dann gerade solche Menschen an, bezeichnen sie als „faul“ und „unbemüht“ und finden anscheinend selbst am Münchner Rathausplatz noch unberührte Wiesen in Massen. Auch wir haben das Glück, dass wir einige richtige Mischwiesen in der Umgebung haben. Der eine wohnt tatsächlich am Land, die andere am Stadtrand, mit einigen „Berg“wiesen und einer Au als Naturschutzgebiet in der Umgebung. Wir könnten also wirklich leicht große Töne spuken – aber wir kämen nie auf die Idee, Haltern, die mit einer solchen Umgebung nicht aufwarten können, dafür Vorwürfe zu machen oder ihnen sogar die Haltung von Meerschweinchen zu verbieten, da diese nicht artgerecht versorgt werden können. Tierschutz in allen Ehren, er ist wichtig. Aber zu solchen Vorwürfen fällt uns wirklich nur mehr folgendes ein: Freunde – geht’s noch? Der Mensch kommt keinesfalls vor dem Tier, er kommt aber auch nicht nach dem Tier, er steht neben dem Tier!

 

Im Winter werden die Argumentationen der ad. Libitum Fanatiker dann übrigens teilweise richtig schaurig. So wird z.B. behauptet, dass es definitiv möglich sei, den ganzen Winter über Wiese zu sammeln (wir reden bitte nicht von warmen Wintern wie 2013/2014). Manchen scheinen Schnee, Match, verdorrtem Gras trotzen zu können und immer wieder grüne Oasen zu finden – vielleicht sogar auch wieder in der Großstadt mitten am Hauptplatz….. Oder es wird einfach unreflektiert auf Gemüse ad. Lib. oder Grünfutter in Form von Möhrengrün,  Kohlrabiblättern etc in Massen (denn die fehlende Wiese muss ausgeglichen werden…) verwiesen – letzteres am besten gleich aus der Mülltonne des Supermarktes gefischt. Die vernünftigeren empfehlen noch Heu dazu. Die gänzlich vernarrten auch noch ohne Heu. Ich möchte hier nur ganz kurz auf den vielleicht nicht doch gänzlich unbekannten Begriff der „Pestizide/Herbizide“ verweisen – bei Möhrengrün und Kohlrabiblättern wahrlich kein Fremdwort. Diese gezüchteten Grünfutterarten, die angeblich naturnahe zur Wiese sein sollen, haben nebenbei gesagt mit denen, die in der Natur vorkommen, nicht mehr viel zu tun…. Nicht umsonst heißt es, das Gemüse ist „kultiviert“……

 

Schlussendlich möchte ich noch ein paar Gedanken zum Thema rationierte Ernährung einbringen (dh. Begrenzung der Füttermengen). Rationiert bei Meerschweinchen kann natürlich keinesfalls bedeuten, dass man Heu nicht rundum in Massen zur Verfügung stellt! Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Rationierung betrifft nur die Grünfutterbeigabe und damit die Nährstoffzufuhr! Nicht umsonst vertrat Frau Meier, Dr. Wenzel, seinerseits Tierarzt und – was für mich vor allem zählt – jahrzehntelanger erfahrener Meerschweinchenhalter - bis zu seinem Tod im März 2014 noch immer unbeirrt den Standpunkt, die Grünfuttermenge auf 8-10 % des Körpergewichtes zu beschränken. Ich kenne auch mehrere Halter, die nur eine beschränkte Auswahl an Grünfutter zur Verfügung stellen oder pro Fütterung sogar nur jeweils EINE Grünfuttersorte, die aber damit ebenfalls schon jahrzehntelang beste Erfahrungen gemacht haben.

 

Recht geben könnten ihnen dazu sogar mehrere Studien – allerdings noch nicht bei Meerschweinchen, das möchte ich auch betonen - , die festgestellt haben, dass die Reduzierung der Nahrungsmenge – unter Sicherstellung einer adäquaten Ernährung – die Lebenserwartung bei mehreren Tiergattungen signifikant erhöht hat. Bei einem Versuch mit Nagern bekam ein Teil der Versuchstiere 33 Prozent weniger Nahrung als die Vergleichsgruppe, die ad libitum (nach Belieben) ernährt wurde, wodurch die Lebenserwartung der erstgenannten Tiere um fast 50 Prozent verlängert wurde. Die Häufigkeit altersbedingter Erkrankungen sank. Begründet werden diese Studien allesamt damit, dass die Natur selbst nun mal oftmals die Futterquellen rationiert (Trockenheit, Kälte, Überschwemmung, starker Regen, Schnee etc…) und dass gerade Rationierung – im Gegensatz zur ad Lib. - bei den Tieren artgerecht sei. Ich betone hier nochmals ausdrücklich: Rationalisierung im Sinne von „keine Überversorgung mit Nährstoffbedarf“. Das ist keine Aufforderung, die Meeris nur mehr auf reine Heudiät zu setzen!!!

 

Ich erkläre diese Studien jetzt nicht als einzige Wahrheit und schließe daraus, dass NUR Rationierung DIE Ernährungsform darstellt – solcher Fanatismus liegt mir fremd. Aber ich weise darauf hin, dass das auch ein Aspekt ist, den man einfach nicht außer Acht lassen sollte!!  Oder glaubt ihr wirklich, dass unsere Wildmeerschweinchen in Steppen oder in den Höhen der Anden täglich in üppiger grüner Nahrung schwimmen? Lest noch mal bitte weiter oben, was ich über ihre Umgebung geschrieben habe. Meerschweinchen sind an karge Verhältnisse gewöhnt! Und auch wenn ich überhaupt kein Anhänger irgendeiner Art von Heudiät bin: ein Tag nur von Heu zu leben ist offensichtlich gar nicht so „unartgerecht“ wie behauptet. Definitiv sterben die Tiere jedenfalls auch bei einem Tag nicht an Vitaminmangel. Habt ihr gewusst, dass im Körper Vitaminvorräte gespeichert bleiben, die teilweise (je nach Vitamin) bis zu 4 Wochen ausreichen? Außerdem sollte man die geschichtliche Entwicklung unserer Hausmeerschweinchen mit einer jahrtausendlangen Domestizierung und der damit verbunden Abhängigkeit der Meerschweinchen von der Fütterung der Menschen nicht außer Acht lassen. Ihr findet HIER, was ich damit meine.