DIE SATINKRANKHEIT = Osteodystrophie ("OD")


Die Satinkrankheit oder Osteodystrophie ("OD") ist eine Stoffwechselkrankheit und betrifft die Knochen von Meerschweinchen. Bei gesunden Tieren wird in den Knochen ständig Calcium ausgebaut und neues wieder eingebaut. Bei der Satinkrankheit wird dem Knochen Kalzium entzogen, jedoch kein neues mehr eingelagert, obwohl ausreichend Kalzium vorhanden wäre. Das führt zu einer laufenden Schwächung der Knochensubstanz, so dass die Meerschweinchen Knochen immer weicher und instabiler werden.


Da diese Krankheit mehrfach bei Satinmeerschweinchen aufgetreten ist, spricht man auch von der sogenannten „Satinkrankheit“. Allerdings sind auch Tiere anderer Rassen davon betroffen, jedoch in weitaus geringerem Ausmaß. Satinmeerschweinchen erkennt man daran, dass sie ein besonders glänzendes Fell haben, da die Haare dieser Tiere hohl sind und das Licht anders reflektieren.


Erkennungsmerkmale:


Je nachdem, welcher Knochenbereich davon betroffen ist (vor allem: Kieferknochen oder Hüftknochen), können folgende Symptome auftreten:


Hüftknochen:

  • Anfangs „eigenartiger Gang“, Hoppeln, bis später schweres Humpeln beim Laufen, am Ende kann sich das Tier gar nicht mehr bewegen.
  • Das Meerschweinchen entlastet ständig die Hinterbeine, auch im Ruhezustand (Beine werden angezogen), vermeidet es, irgendwo hoch zu springen.

Kieferknochen:

  • Anfänglich Gewichtsabnahme bei normaler Futteraufnahme
  • Probleme beim Fressen
  • Weiches Futter wird bevorzugt

Die Krankheit tritt zumeist bei Tieren im Alter von 1 bis 2 Jahren auf.

 

Ursachen:


Die genauen Ursachen sind noch immer nicht geklärt, man vermutet jedoch einen Gendeffekt, der rezessiv vererbt wird (also Erbkrankheit).


Maßnahmen:


  • Vorab ist es wichtig, beim Tierarzt eine gesicherte Diagnose zu bekommen. Dies wird durch ein Röntgenbild von Hüft- und Oberschenkelknochen in Rückenlage bei abgespreizten Beinen und des Kopfes erreicht.

  • Die Krankheit ist prinzipiell weder behandelbar noch heilbar!

  • Es gibt allerdings immer wieder Erfolgsberichte von Betroffenen mit dem (Naturheilkunde)Mittel Kolloid R von Spenglersan, das eigentlich bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt wird. Dieses hat in mehreren Fällen die Krankheit zeitlich aufschieben können. Dosierung: Ein Tropfen des Kolloid R auf die kahle Stelle pro Ohr zweimal täglich.

  • Ist der Verfall des Meeris nicht mehr aufzuhalten, sollte es in Absprache mit dem Tierarzt von diesen letztendlich erlöst werden.