LIPPENGRIND!

 

Erkennungsmerkmale:

  • Verkrustungen an den Lippen

 

Ursachen:

  • Meistens liest man, dass Lippengrind mit Vitamin C Mangel zu tun hat. Ich persönlich kenne aber einige Besitzer, die ihre Tiere sehr ausgewogen und abwechslungsreich ernähren (wo also wirklich kein Vitamin C Mangel vorherrschen kann) und trotzdem mit dem Lippengrind zu kämpfen haben.

 

  • In solchen Fällen kann es dann auch sein, dass sich das Tier z.B. an einem zu harten Heu verletzt hat, Bakterien in die Wunde gekommen sind und damit die Krankheit ihren Lauf nahm.

 

  • Es kann auch sein, dass Lippengrind eine „Nebenerscheinung“ eines Milbenbefalls ist (daher immer auch sofort Haarkleid und Verhaltensweise des Meerschweinchens kontrollieren)

 

Maßnahmen:

  • Die krustigen Stellen an den Lippen müssen regelmäßig entfernt werden. Dabei bitte diese Verkrustungen nicht einfach abreißen, sondern die Lippen z.B. mit Öl betupfen (bevorzugt Olivenöl, da dieses ausgezeichnete entzündungshemmende, aber auch heilende Eigenschaften besitzt), Öl etwas einwirken lassen und dann ganz vorsichtig die aufgeweichten Krusten entfernen.

 

  • Sind die Stellen nun gereinigt, müssen sie mit Salben behandelt werden: vorgeschlagen wird oft Betaisadona-Salbe. In hartnäckigeren Fällen wird oftmals auch Surolan Tropfsuspension oder antibakterielle Salben empfohlen. (Tierarzt!!!) Hier ist zu bedenken, dass dies oft cortisonhaltige Salben sind, die durch das Ablecken der Lippen leicht aufgenommen werden.

 

  • Gute Erfahrungen haben wir auch mit der „Oleovit“- Augensalbe gemacht: die betroffenen Stellen mehrmals täglich damit betupfen

 

  • Gute heilende Eigenschaften hat auch der „Käsepappel-Tee“: damit die Lippen betupfen

 

  • Unterstützung durch Ernährung:
    • Vitamin-C- hältiges Futter (bitte keine Ascorbinsäure… ins Wasser geben, denn zusätzliche Säure schadet den befallenen Stellen)
    • Geschälte Sonnenblumenkerne (diese enthalten Fettsäuren, die die Heilung unterstützen)
    • Wichtig: den Lippengrind muss man länger behandeln (mindestens 2 bis 3 Wochen), damit er nicht dauernd wieder kommt. Dies auch dann, wenn die Symptome bereits verschwunden sind