Mia sand echte Globetrotter, jawohlmuig!

Hier wollen wir nun unsere Haltung vorstellen:

 

WICHTIG: Aktuelle Fotos zu unserer Haltung findet ihr *hier*, wir wollten auf unserer Homepage bewusst unsere Entwicklungsstufen festhalten.^^


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So sah es in Bayern zu den Anfangszeiten aus. Die weiteren Entwicklungen seht ihr unter "Pig"tures^^
So sah es in Bayern zu den Anfangszeiten aus. Die weiteren Entwicklungen seht ihr unter "Pig"tures^^

Unsere Meeris haben einen Eigenbau-Holz-Käfig mit ständigem Freilauf für 24 Stunden. Dazu wurde ihnen ein fixer Teil des Wohnzimmers eingeräumt, den wir zum Teil durch selbstgebastelte Gitter in Höhe von ca. 25 cm abgetrennt haben. Dieser Bereich steht ihnen rund um die Uhr zur freien Verfügung. Eine Seite des Freilaufs ist aber - im Gegensatz zu dem gezeigten Foto, das unsere Anfänge festhält - immer geöffnet, sodass der Bande 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche der gesamte Wohnzimmerbereich zur Verfügung steht.
Der Auslauf ist selbstverständlich meerschweichengerecht
gesichert, gefährliche Stellen wie Kabeln sowie Unterschlüpfmöglichkeiten, die eventuell keinen Ausgang mehr bieten, wurden verstellt.

Im Eigenbau selbst haben wir durch Bretter zweite Ebenen eingebaut. Auf diesen liegen auch Kuschelbettchen und Kuschelsäcke ;-). Durch eine bequeme Rampe, die mit Teppichklebefliesen belegt ist, kommen die Meerschweinchen jederzeit in den Freilauf.

 

Der Freilauf ist mit Kunstrasen ausgestattet, wir hatten noch nie das Problem, dass dieser angeknabbert wird. Allerdings ist er auch relativ „zugepflastert“, weil wir im Freilauf Weidenbrücken, Korkröhre, Unterstand, Kuschelrollen, Kuschelsäcke und Kuschelhäuser aufgebaut haben. Unter den Unterstand und die Weidenbrücken legen wir zuerst Inkontinenz Einlagen und darauf Handtücher. Das hat den Vorteil, dass der Kunstrasen länger pieselfrei und hygienischer bleibt, wobei dieser natürlich auch jederzeit ausgetauscht werden kann.

 

Wir verwenden die XL-Weidenbrücken. Die Meeris lieben es, darunter zu sitzen und es gibt immer 2 Ausgänge, dh. genügend Fluchtmöglichkeiten, falls mal jemand schlechte Laune hat ;-). Nebenbei sind sie gut zum Annagen.

 

Das Heu wird an mehreren Stellen im Käfig und Freilauf verteilt. Das Wasser steht ihnen im Freilauf in einem Napf zur Verfügung.

 

Der Freilauf wird täglich gereinigt, die Handtücher täglich ausgetauscht, Kuschelsachen soweit erforderlich und es wird zusammengekehrt (das geht sehr gut auf dem Kunststoffrasen), im Käfig werden täglich die Pieselecken entfernt, einmal in der Woche erfolgt der Komplettaustausch des Einstreus.

 

Wir ändern zwischendurch immer wieder die Stellen, wo die Versteckmöglichkeiten stehen oder nehmen sonstige Veränderungen vor. Es heißt einerseits, dass das abwechslungsreicher für die Meeris ist, ich habe aber auch schon Meinungen gehört, wonach das zuviel Stress sei. Wir stellen die Einrichtung nicht jeden Tag um, finden es aber wichtig, den Meerschweinchen auch ab und zu wieder neue Aufgaben zum knacken zu geben. Unsere Bande nimmt sämtliche Änderungen gleich ganz neugierig („Muig, was gibt’s Neues?“) unter die Lupe, alles wird begutachtet und ausprobiert. Solches Gehirnjogging schadet unserer Meinung nach der Bande sicher nicht. ^^

 

Die tägliche Reinigung des Freilaufs + Selbstbaukäfigs nimmt wohl ca 45 Minuten in Anspruch.

 

Der Hauptwohnsitz der Meerschweinchen ist in Bayern, man findet sie aber auch in Österreich^^.

 

Und so sah es anfangs bei der Ösin aus. Auch hier findet ihr die Weiterentwicklung  unter "Pig"tures^^
Und so sah es anfangs bei der Ösin aus. Auch hier findet ihr die Weiterentwicklung unter "Pig"tures^^

 

Im Prinzip ist in Österreich bis auf die räumlichen Begebenheiten alles möglichst gleich gehalten. Auch hier steht ihnen nunmehr - wieder im Gegensatz zu dem gezeigten Foto - ein Eigenbau-Holz-Käfig mit ständigem Freilauf für 24 Stunden zur Verfügung. In Österreich wurde ihnen genauso dafür ein Platz im Wohnzimmer fix eingerichtet. Teilweise gibt es auch hier noch eine Gitterumrandung, da sich die Tiere augenscheinlich "hinter Gitter" manchmal wohler fühlen und unsere Bande damit einen Platz ganz für sich ungestört hat. Ein Teil des Geheges ist aber immer offen, sodass die Bande das gesamte Wohnzimmer 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche nützen kann. Der Auslauf ist selbstverständlich genauso in Österreich meerschweichengerecht gesichert!!!

 

Der Freilauf ist hinsichtlich Kunststoffrasen, Fleckerlteppichen, Handtüchern und Einrichtung ident. 

 

Nochmals der Hinweis: Aktuelle Fotos zu unserer Haltung findet ihr *hier*, wir wollten auf unserer Homepage bewusst unsere Entwicklungsstufen festhalten.^^

 


 

Das Reisen:

 

Da wir momentan noch eine Fernbeziehung führen müssen, geht unsere Bande ab und an mit uns an Wochenenden auf Reisen. Die Fahrt je nach Bayern oder Österreich dauert an die 2 Stunden. Wir pendeln allerdings nicht jedes Wochenende zwischen Bayern und Österreich hin und her, sodass unsere Bande an einem Standort mindestens 2 Wochen, meistens jedoch 4 Wochen aufwärts verbringt. Dass sie manchmal auf Reisen gehen muss (also von Bayern nach Österreich und retour) war uns anfangs ein großer Dorn im Auge. Schließlich wussten wir, dass das sehr stressig für die Tiere werden könnte.

 

Für den Transport hatten wir anfangs eine Kunststoffbox in der Größe von 80 x 50 cm verwendet. In dieser Größe war sie noch für beide Zweibeiner transportabel und konnte sehr gut im Auto „verbarrikadiert“ werden.

 

Die Kunststoffbox hatte ausreichende, selbst angebrachte Luftlöcher an mehreren Seiten, die Luft konnte gut zirkulieren. Mit Handtüchern wurde sie teilweise verdunkelt, damit es etwas gemütlicher für die Bande war. Selbstverständlich war sie mit Einstreu und Heu  ausgelegt und für die Reise gab es auch Proviant.

 

Trotzdem erschien vor allem dem männlichen Zweibein die Lösung auf Dauer zu unpraktisch und vor allem zu klein. Er hat sich also eine neue Transportmöglichkeit überlegt und selbst zusammengebastelt. Nun verwenden wir zwei Holzboxen im Ausmaß von je 60 mal 60 cm, die man aufgrund einer herausnehmbaren Trennwand entweder separat tragen oder während der Autofahrt nebeneinander stellen und - durch den dann offenen Durchgang - sozusagen als große Gesamtbox verwenden kann. Die Kleinen haben so viel mehr Platz und können durch den Durchgang auch hin und herlaufen. Andererseits sind die einzelnen Boxen handlich zu tragen. Die Boxen passen genau auf die Rückbank, sodass sie gut im Auto verkeilt sind. Innen sind die Boxen mit selbtklebenden Teppichfliesen ausgestattet, darauf legen wir Handtücher. Während der Fahrt steht den Wessis natürlich weiterhin Proviant und Heu zur Verfügung.


Alles klar? Ne, sicher nicht, daher zum besseren Verständnis ein paar Bilder ^^!


Hier seht Ihr, wie die Boxen getrennt ausschauen. Seitlich sieht man die Schnallen, mit denen sie während der Autofahrt verbunden sind:

 

 

Hier sieht man von oben, wie die beiden Trennwände (Mitte) durch eine Art Schiene leicht herausgenommen und wieder eingeführt werden können:

 

Hier seht Ihr, wie das mit dem Durchgang in den Boxen ausschaut:

 

Und hier abschließend nochmals alles zusammen:

 

Der Durchgang ist ca 20 cm breit. Eine ganze Seite wollten wir nicht als Durchgang offen lassen, damit es auch noch Ecken zum Liegen neben den Durchgängen gibt. Außerdem verhindert dies auch ein zu großes Durcheinanderpurzeln der Meerschweinchen, sollte doch einmal hefiger gebremst werden müssen! Lüftungsschlitze gibt es selbstverständlich seitlich. Der Durchgang wird übrigens immer genützt, denn es ist am Ende einer Reise niemals die gleiche Besatzung in einer Box, die wir zum Beginn der Autofahrt zusammengegeben haben.^^


Natürlich war anfangs die Autofahrt in der Transportbox stressig. Wir haben uns etwas mit Notfalltropfen beholfen, die wir übrigens den Kleinen hinters Ohr verteilt und nicht selber genommen haben (wobei sich die Frage stellt, ob das nicht sinnvoller gewesen wäre…^^)


Auch wenn das manche 2beiner jetzt wohl nicht glauben wollen: Inzwischen haben sich die Kleinen an den Transport und die Autofahrt gewöhnt. Sie kennen beide Unterkünfte in- und auswendig und fühlen sich in jedem sofort wieder heimisch, sodass der Stress nicht allzu groß für sie erscheint.

 

Wann immer sie auf Reise waren und dann nach der Autofahrt in ihren - selbstverständlich schon vorbereiteten - Bereich gesetzt werden, wird tatsächlich sofort alles erkundet und begutachtet ("Muig, was gibt´s Neues ? Schmeckt das Heu hier auch so gut? Ah – da sind wieder diese Unterstände! Ah und da dieses Häuschen…Gut, das Gehege ist wenigstens auch sauber! Was gibt´s eigentlich zu fressen? Hungäääär!!! ").

 

Es gibt kein anfängliches Flüchten oder Verstecken, im Gegenteil: es wird herumgestreunert, es wird alles untersucht und ziemlich bald schon lauthals nach Futter gequiekt (wo ist eigentlich der gesamte Proviant hin?^^) das natürlich sofort verspeist wird. Es gibt keine neuerlichen Rangordnungskämpfe, es gibt ansonsten keinen erhöhten Stress in der Gruppe, es ist, als wären sie nie woanders gewesen. Sie wuseln im gleichen Rhytmus am neuen Standort herum, wie sie es immer machen.


Als Ideallösung sehen wir dieses Reisen selbstverständlich nicht an!! Wenn ich an meine vergangenen Meeris denke, hätte es auch einige gegeben, die hier sehr gestresst gewesen wären.

Bei der jetzigen Bande haben wir das Glück, dass unser Boss Fabian und die wahre Chefin Traudl^^, die auch gleichzeitig die älteren Tiere der Bande sind, echte Gemütsschweinchen sind, die nichts so schnell aus der Ruhe bringt. Die anderen Bandenmitglieder haben sich wohl daran orientiert.

Ich weiß selbst, dass ich früher, als ich diese Erfahrungen noch nicht selbst gemacht hatte, das Reisen als nicht meerschweinchengerecht verurteilt hätte. Jetzt wurde ich eines Besseren belehrt, diese Gruppe leidet nicht unter dem Pendeln. Und ja, wir erkennen, wann unsere Gruppe gestresst ist und wann nicht ^^. Trotzdem arbeiten wir bereits an der Behebung des Reiseproblems :-)!