Es gibt unter anderem drei Themen, die von den Meeri-Kennern im Bereich „Ernährung“ gerne aufgeworfen werden:

  • 1)   Das Kalzium-Phosphor Verhältnis
  • 2)  Die Nitratbelastung von Gemüse
  • 3) Der Oxalsäuregehalt in manchen Gemüsesorten

 

Hier geht es jetzt um das Thema „Nitratbelastung“.

Vorweg eine Tabelle des Umweltinstituts München, wobei bei dieser auch nicht für Meerschweinchen geeignete Gemüsearten enthalten sind:

 

Nitratbelastung der verschiedenen Gemüsearten (Umweltinstitut München)

Hoher Nitratgehalt (über 1000 mg/kg):

Eisbergsalat, Kopfsalat, Feldsalat, Kohlrabi, Fenchel, Rote Rüben, Mangold, Lollo Rosso/Bianco, Ruccola

Mittlerer Nitratgehalt
(500 - 1000 mg/kg):

Endivien, Mangold, Chinakohl, Grünkohl, Knollensellerie, Spinat, Zuccini, Petersilienblätter

Niedriger Nitratgehalt
(100 - 500 mg/kg):

Rotkohl, Weißkohl, Blumenkohl, Wirsing, Brokkoli, Chicoree, Karotten, Auberginen, Porree (Lauch), Gurken, Kartoffeln, Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen), Radicchio

Niedriger Nitratgehalt
(unter 100 mg/kg):

Rosenkohl, Schwarzwurzel, Zwiebeln, Spargel, Tomaten, Paprika, Zuckermais, Champignons

 

Quelle: www.umweltinstitut.org/lebensmittel/nitrat-in-gemuse/nitrat-in-gemuse-161.html

 

Erläuterungen zu dieser Tabelle:

 

1)   Was bewirkt eigentlich „Nitrat“? Nitrat steht unter dem Verdacht, insbesondere nach Umwandlung in „Nitrit“ im Körper, krebserregend zu sein.

2)  Als erstes erscheint es mir besonders erwähnenswert, dass zwar viele „Meerschweinchenernährungsexperten“ sofort aufzeigen, wenn man Salat füttert, hätte der doch so hohe Nitratbelastung, daneben dann aber z.B. zur Fütterung von Fenchel geraten, der, wie man sieht, ebenso sehr hoch nitratbelastet ist :-)

3)  Gerade bei Eisberg und Endivie gibt es die unterschiedlichsten Studien, die einmal vom „niedrigsten Nitratgehalt“ und einmal vom höchsten in Zusammenhang mit den beiden Sorten sprechen! Nur bei Kopfsalat und Feldsalat scheint die hohe Nitratbelastung tatsächlich gesichert! Das hängt auch damit zusammen, dass die Nitratbelastung nicht immer gleich hoch ist. So ist sie z.B. bei Wuchs im Schatten höher als bei Wuchs in der Sonne, am Morgen geerntet höher als am Abend, bei Glashausware höher als bei Freiluft etc…

 

4)  Gesichert ist jedenfalls, dass im Winter der Nitratgehalt immer höher als im Sommer ist und dass Biosalate immer weniger Nitrat haben als herkömmlich angebaute (Ausnahme: Feldsalat).

 

5)  Als Hinweis: Frisee ist eine Endivienart im Sommer!

 

6)  Ruccola hat eine äußerst hohe Nitratbelastung – diesen wirklich nur sehr beschränkt geben.

 

7)  Es gibt ein paar einfache Tipps, die die Nitratbelastung reduzieren:

a)   Saisongemüse kaufen: beim Saisongemüse ist die Belastung geringer (so z.B. auch beim Endivien im Winter)

b)  Bei Salat immer äußere Blätter, Stiel- und Stengelanteile sowie dicke Blattnarben entfernen – in diesen ist die Nitratbelastung höher

c)   Biogemüse bevorzugen!

 

Schlussfolgerungen auch hierzu gibt es hier unter dem Link „Ernährungstipps“.